Wie ein Notebook beschleunigen? SSD Crucial M4 128GB im Test

Wie kann man ein Notebook sinnvoll beschleunigen bzw. aufrüsten? So oder so ähnlich fragte ich unabhängig 2 Freunde. Ram oder besser SSD. Da der eine Freund meinte 2 GB Ram-Speicher würde reichen für die Anwendung die ich tätige. Also lies ich den Gedanken schnell wieder verschwinden mein Notebook auf 4 GB aufzurüsten. Empfohlen wurde mir aber eine SSD ein sogenanntes Solid-State-Drive welches nicht nur den Start von Windows beschleunigen sollte, sondern auch die Programme beschleunigen sollte beim öffnen.

In der Geschichte der Elektronik bedeutet der englische Begriff „solid state“, dass Halbleiterbauteile verwendet werden, die mit Hilfe der Festkörperphysik entwickelt wurden, statt Elektronenröhren oder bewegliche mechanische Teile wie z. B. rotierende Magnetscheiben. In Analogie zu anderen Festplattentechniken wird das Medium als „Drive“ oder „Disk“ bezeichnet, obwohl das Speichermedium ohne bewegliche Teile funktioniert.
Quelle: wikipedia.de

Wer mit der obigen Beschreibung einer SSD nichts anfangen kann für den beschreibe ich es mal mit eigenen Worten. Eine SSD ist eine Festplatte, die im inneren keine Mechanik hat, sondern gelinde gesagt mehrere SD-Karten. Da SD-Karten sprich die Speicherchips gleichmässig beschrieben werden sollen und somit die Lebensdauer verlängert werden soll, benötigt die SSD ein Management welches das erledigt und dieses Management nennt man Controller. Der Controller ist neben den verbauten Speicherchips und der Firmware das Herzstück und macht meistens die Schnelligkeit der gesammten SSD aus.

Aufgrund des niedrigeren Preises halten immer noch viele Besitzer älterer Notebooks, die Aufrüstung von Ram-Speicher für sinnvoller. Da ich aber schon seit längerem mit einer SSD geliebäugelte, habe ich mir einfach eine SSD bestellen wollen. Nach genauerem einlesen in die Thematik SSD stand ich vor dem Problem welche SSD soll es denn sein? Die Auswahl ist rießig und wird domiert von OCZ und Intel. Glaubt man den Berichten von Usern dann ist Intel für Langlebigkeit bekannt aber sehr teuer. OCZ steht für Schnelliglkeit und günstigere SDD´s aber ich lese immer wieder von Usern die Ausfälle zu beklagen haben, wo nach dem Start keine SSD mehr erkannt wurde.

Nach einlesen in das Thema SSD stellte sich heraus, das OCZ wohl keine eigenen Speicherchips herstellt und so auf andere Anbieter angewiesen ist. Somit von einer gleichbleibende Qualität nicht gesprochen werden kann, weil die Speicherchips nach Angebot und Nachfrage bzw. von unterschiedlichen Herstellern eingekauft werden. Rausgesucht hatte ich mir von OCZ die Vertex 2 bzw. Vertex 3 und die Agility 2 bzw. Agility 3. Vorzugsweise lieber die neueren Versionen von OCZ also Agility 3 und Vertex 3, da diese SATA 3 unterstützen und nach unten Abwärts kompatibel sind (SATA 2) und auch sehr viel schneller sind.

Intel hat seinen eigenen Speicherchips und auch seine eigenen Controller somit sollen die SSD´s von Intel von sehr guter Qualität sein. Berichte über Ausfälle halten sich in Grenzen und auch Firmware Updates sollen nicht so häufig vorkommen.

Kingston bekannt von Ram-Speicher bietet mit seiner Kingston SSDNOW V100 128GB ein preisgünstige SDD an, die durchausüberzeugen kann. Im Bundle bekommt man die Kingston SSDNOW V100 128GB und ein Case, also Gehäuse für die alte Notebook-Festplatte sowie Software um die alten Daten auf die neue SSD zu übertragen. Da die Kingston SSDNOW V100 128GB auch SATA 2 tauglich ist und somit auch mein Notebook unterstützt war diese SSD einer der Favoriten.

Crucial ist mir vollig unbekannt gewesen. Crucial ist eine Tochterfirma von Micron so meine Rechergebnisse. Micron kannte ich schon ewig. Beim Einbau von Ram in den PC gab es immer ein Angebot von Micron. Somit war da schon ein Vertrauensverhältniss da. Die Crucial M4 128 GB ist mit ca 150 Euro günstig und mit Speicherchips vom Micron sicher nicht schlecht. Der verwendete Speicher sollte von Micron sein, Controller kam von einer anderen Firma und die Firmware wurde selber von Crucial geschrieben. Gute Vorrausetzungen für einen Kauf wie ich finde.

Nachdem ich diverse Test zu den verschiedenen SSD´s gelesen habe stand fest, ich möchte eine langlebige, schnelle und günstige SDD haben. Am besten passte zu meinen Wünschen die Crucial M4 128 GB und so nutzte ich Preisvergleichportale und bestellte eine bei memshop.de.

Der Einbau war simpel. Die Maße der Crucial M4 128 GB SSD sind genau so 2,5″ wie die der Original Festplatte. Einfach die Klappe bzw. den Deckel von der Festplatte auf der Unterseite des Notebooks aufschrauben, rausnehmen und die Crucial M4 128 GB reinstecken und anschliesend Deckel wieder draufbauen. So einfach war es zumindest bei meinen betagten Averatec 2700 Notebook mit Duo Core 2 CPU.

Dann habe ich einfach die Windows 7 DVD eingelegt und gestartet. Die Crucial M4 128 GB SSD wurde sofort erkannt und lief dank eingestellten AHCI im Bios auch problemlos. Die Installation dauerte etwa 15 Minuten.

Nach dem ich alles installiert hatte, habe ich folgende Werte mit den Freeware Programmen AS SSD Benchmark und Atto Disk Benchmark für meine Crucial M4 128 erhalten.

Vergleichen kann man die Daten mal mit der Kingston SSDNow V+ 100 128GB 2,5 Zoll oder mit der OCZ Vertex 2 E 120GB 2,5 Zoll bei ssd-test.de und wird sehen so schlecht sind die Daten meiner Crucial M4 128 GB SSD nicht. Man muss immer im Hinterkopf haben das ich nur einen SATA 2 Controller in meinem Notebook habe und somit nicht die gesamte Leistung der SSD nutzen kann, weil da müsste ich ja SATA 3 haben.

Da die Daten der Benschmarks nicht unbedingt aussagekräftig sind habe ich mir gedacht ich filme mal den Windowsstart und zeige somit auf wie schnell der Start mit SSD sein kann.

Wie man sehen kann ist Windows 7 echt schnell geladen. Die gesammte Performance des Systems fühlt sich mit SSD besser an und man hat wirklich den Eindruck das das Notebook viel schneller ist. In Wirklichkeit ist es aber „nur“ weil Ansprech- und Ladezeiten viel geringer sind, eben durch die fehlende Mechanik in der SSD. Es ist wirklich unglaublich was man da aus dem bestehenden System noch herausholen kann, wenn man sich nur für eine SSD entscheidet. Bisher bereue ich die Ausgabe von den lang ersparten 150 Euro nicht.

 

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Ich bin Daniel Birkhahn, jung, dynamisch, sozial engagiert, Orthographiemuffel, Querdenker, lieber Ehemann und Papa von 4 Kindern. Beruflich schlage ich mich als Altenpfleger durch und nebenbei beschäftige ich mich mit Technik, dem Web und alles was irgendwie hinterfragt werden kann!

3 Kommentare

  1. Die Preise für SSD Festplatten stagnieren momentan zwar etwas, trotzdem ist diese Aktion bezahlbar und der Turbo schlechthin :-)
    Ich selber habe mir die 64 GB Version eingebaut, da ich als Datengrab eine externe Festplatte benutze.
    Ich bin sogar soweit zu sagen, das kein Euro besser investiert ist wie in diesem Bereich,vorausgesetzt wenn es um Tuning Maßnahmen vom System geht….
    Grüße-Andreas

  2. Ich nutze zum testen meiner SSD immer AS SDD benchmark. Es hat mir immer treue Dienste erwiesen und stets die besten Ergebnisse geliefert.

    Grüße aus Grassdorf

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