Grüner Strom, Öko-Strom von Ökostromanbietern

Nach dem Reaktorunglück in Japan stellen sich sicher viele Menschen die Frage ob ihr Stromanbieter noch der richtige ist und man nicht lieber zu einem Stromanbietern wechseln sollte, der grünen Strom sprich Ökostrom liefert um der Umwelt etwas gutes zu tun bzw. um den Strom nicht von Atomkraftwerken zu beziehen.

Sicher kann man sich beim abschalten der Atomkraftwerke auf die Politik verlassen aber kann man das wirklich? In ein paar Monaten verschwindet das Thema Atomkraftwerke und erneuerbare Energie wie aus den Nachrichten bzw. Medien und was wird dann? Wieder ein Kurswechsel von CDU/CSU? Atomenergie Ja?

Nun könnte man sagen, ja man wechselt den Stromanbieter, der eben jenen „Grünen Strom“ also „Ökostrom“ anbietet den man sich wünscht um keine Atomkraftwerke zu unterstützen! Leider ist da wohl nicht überall „grün“ drin, wo „grün“ dran steht! Ich verweise da einfach mal auf einen Bericht mit Namen Die Ökostromlüge und auf das Video von Monitor vom 21.10.2010 „Die Lüge vom teuren Ökostrom – Warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist“.

Im Video wird noch gesagt wie Stromanbieter Anti-Kampagnen schalten bevor die Politiker Entscheidungen treffen. Man überlege sich das mal! Die Rede ist auch von Mittelständischen Unternehmen die Strom aus Solarenergie einspeisen, damit einen günstigen Strom anbieten und Konkurrenz für die Großen Stromanbieter sind, die den Strom gesetzlich verpflichtet abkaufen müssen. Ist mehr Strom verfügbar als gebraucht wird sinkt der Preis! Will das die Stromlobby? Sehenswerter Video!

Ist Ökostrom teurer als normaler herkömlicher Strom? Jein, denn normalerweise sind wir doch Stromabnehmer beim städtischen Stromanbieter, zumindest die meisten unter uns. Meist sind die städtischen Stromanbieter teuer als diverse grössere Unternehmen die auch Ökostrom bzw. grünen Strom anbieten. Vergleichen lohnt sich also! Einen Vergleich von Ökostrom-Anbietern bzw. einen Qualitäts- und Preisvergleich bietet Ökostromanbieter.org. Die Webseite beschäftigt sich rund um die Ökostromanbieter, Ökostrom und bietet auch sonst jede Menge Wissen zum Thema.

Wie kommt der Ökostrom in unser Haus und Wohnung wenn ich den Anbieter wechsel? An sich ändert sich garnigs, der Strom kommt aus dem selben Umspannwerk und aus der selben Leitung. (Sollte ich mich irren dann berichtet mich!) Vorstellen muss man sich das Stromnetzwerk wie einen großen See. Alle Strom-Anbieter speisen ihren Strom in diesen See (Netzwerk) ein und wir nehmen einfach aus dem See wieder den Strom heraus. Da alle Stromanbieter angeschlossen sind nutzen wir vermutlich nicht nur den Ökostrom sondern auch normalen Strom aber an einem anderen Ort wo der Ökostrom eingespeist wird nutzt jemand der normalen Strom bezieht dafür unseren Ökostrom!

Aus was oder besser wie wird nun Ökostrom erzeugt?

  • Wasserkraftwerke
  • Windenergie
  • Biogas
  • Biomasse
  • Photovoltaik bzw. Solarstrom
  • Solarthermie
  • Geothermie

Tun wir damit aber der Umwelt etwas gutes mit Ökostrom? Wollen wir das alle? Jein, Wasserkraftwerke zerstören den natürlichen Flusslauf oder allgemein die Landschaft! Windenergie stören vielerorts Menschen vor allem in ländlichen Gegenden wegen Lärm! Solarenergie liefert nicht immer Strom. Was ich sagen will, alles hat so seinen Vorteil und seinen Nachteil aber ich möchte mal in meinem kurzen Betrag zum Nachdenken anregen, denn es kann nicht einfach heisen wir wollen jetzt keine Atomkraftwerke mehr, weil ganz ohne Atomkraftwerke würde es auch nicht gehen! Zumal der Preis den wir dafür zahlen sei es durch unsere Umwelt als auch der in Euro aus unserem Portemonnaie ausschlaggebend für unsere Meinung sein wird. Ein „Schmaler Grad“ aus Umwelt und Kosten wird sich finden müssen.

Was meint ihr zum Thema?




Über Daniel Birkhahn 390 Articles
Ich bin Daniel Birkhahn, jung, dynamisch, sozial engagiert, Orthographiemuffel, Querdenker, lieber Ehemann und Papa von 4 Kindern. Beruflich schlage ich mich als Altenpfleger durch und nebenbei beschäftige ich mich mit Technik, dem Web und alles was irgendwie hinterfragt werden kann!

8 Kommentare

  1. Hallo Schwager,

    interessante Gedanken zu diesem doch sehr brisanten Thema … ich bin aber dennoch der Meinung das man jetzt nicht sofort aus der Kernenergie aussteigen sollte … denn die erneuerbaren Energien können den Bestandteil von 30% der Kernenergie nicht abdecken … das Resultat wir könnten den Strom nicht mehr bezahlen

  2. Mit der Abschaltung von Kernkraftwerken bin ich nicht einverstanden! Wir muessen Alternativen finden z.B Solarstrom und dennoch wird es dann fuer diese Art von Strom auch wieder Gegner geben, diese die dann auch wieder der Meinung sind, dass wir nicht die Acker mit Solarparks zu pflastern koennen. Es wird alles bleiben wie es ist, glaube mir.

  3. Tja… gute Frage ;) Da wir (wie ich ja geschrieben hab) auf Öko-Stropm umgestellt haben, hab ich mich das auch schon gefragt, wie das jetzt eigentlich geht. Es kommt ja keiner vorbei und zieht eine neue Strippe zum Haus, sondern irgendwo wird nur ein Schalter umgelegt? Oder wie nu? Ich denke mir, wir bekommen weiterhin den gleichen Strom, nur das es anteilig anders abgerechnet wird. Irgendwann war ich mit meinem Latein aber am Ende und hab gedacht: Hauptsache, es wird nicht zappenduster und trotzdem, günstiger.
    LG, Sabo

  4. Ich meine…
    Kernkraftwerke haben keine Vorteile, ausser für ihre Betreiber.
    Es gibt auch keine „sicheren AKWs. Es gibt nur AKWs, mit bestätigten Laufzeiten – das sagt aber nichts über zukünftige Schwere Unfälle aus. Es passt mir auch nicht, dass die alternativen Energien immer nur dann kommen, wenn einige daran sehr viel -auf deutsch: viel zu viel – verdienen.

    In hochverdichteten Bevölkerungen und dazu gehört auch Deutschland, lassen sich keine
    rückwirkungsfreien Veränderungen in der Natur vornehmen – daher wird Öko-Energie
    bei grosser Bevölkerungsdichte auch stets mit Nachteilen für die Tier und Pflanzenwelt verbunden sein.
    Diese Nachteile lassen sich aber auf Dauer mit geringer Geburtenrate, also Schrumpfung
    der Einwohnerzahl, wieder beheben.
    Auch darin handeln die Deutschen -trotz Überalterung – auf Dauer sehr vernünftig.

    Gruss
    W.Schneider

  5. Nicht erst seit dem Unglück in Fukushima sollte man sich Gedanken machen, Strom nachhaltig und umweltfreundlich erzeugen zu können. Natürlich hat das Unglück noch einmal viel zu dem Bewusstsein beigetragen, dass diese Form der Energiegewinnung bei weitem nicht die sicherste und schon gar nicht umweltfreundlichste ist. Darüber hinaus hören die Problematiken der Kernkraft ja keinesfalls bei der Ausfallsicherheit auf, auch die Frage nach der besten Entsorgung des Atommülls ist noch lange nicht ausreichend geklärt. Aus dieser Perspektive erkenne ich keinerlei Gründe, noch weiter an der Kernkraft festzuhalten!

  6. Atomkraftwerke müssen und werden abgeschaltet werden. Traurig ist, dass wir erst einen zweiten Supergau gebraucht haben.
    Allerdings kann das nicht über Nacht geschehen, da erst Ersatzkapazitäten her müssen. Schließlich mag auch keiner von uns kürzer treten, weil weniger Strom verfügbar ist oder so. Aber der Prozess dahin kommt in Gang.

  7. Ich stimme dem Kommentar von Enrico zu. Den ökologischen Energieformen gehört sicher die Zukunft, aber es ist praktisch unmöglich alle Atomkraftwerke einfach abzuschalten und sie durch andere Energieformen zu ersetzen. Das kann nur als Prozess verwirklicht werden und muss den Verbrauchern auch durch eindeutige Argumente und Kalkulationen der Strom Kosten verdeutlicht werden, damit sie bereit sind diese Kosten auch zu tragen. Ökologische Energieformen werden da beispielsweise durch das Erneuerbare Energien Gesetz unterstützt, das feste Einspeisevergütungen garantiert, die am Ende auf den Endverbraucher umgelegt werden. Katastrophen wie Fukushima führen vielleicht zu einem kurzfristigen Umdenken, aber es ist doch schon jetzt so, dass es aus den Köpfen der Leuten verschwunden ist wenn es nicht jeden Tag in den Nachrichten erscheint.

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