Känguruhen, kuscheln mit dem frühgeborenen Baby

Vorgestern konnten wir für uns völlig überraschend mit unserem frühgeborenen Baby Viktoria känguruhen bzw. kuscheln. Als wir gefragt wurden ob wir känguruhen wollen sagten wir sofort zu! Es liegt auf der Hand das da keine Auge trocken bleibt.

Hier mal eine Definition was känguruhen ist:

Känguruhen, stammt wie der Name es schon sagt vom Känguru ab, welches bekanntlich ihr Baby im Beutel trägt. Angelehnt daran ist das Känguruhen wobei das Baby auf die Brust gelegt wird und so ein Haut zu Haut Kontakt stattfindet. Das Baby hört den Herzschlag, nimmt den Atemrhythmus war, erhält Wärme und riecht den Elternteil. Die Eltern und das Baby können so eine enge Bindung aufbauen.

Es wurden also fast alle Kabel an unserem Baby entfernt und ein besonderer Stuhl zum känguruhen wurde geholt. In diesen setzte sich dann meine Frau und machte sich auf dem Oberkörper frei und bekam dann das Baby auf den Oberkörper gelegt zum ruhen bzw. känguruhen. Wichtig dabei ist, das die Kleidung ausgezogen wird damit der Haut zu Haut Kontakt beim känguruhen stattfindet. Dann wurde das Baby mit einer Decke zugedeckt. Beim känguruhen muss der Po etwas gestützt werden das das Baby nicht runterrutscht und darauf geachtet werden das der Kopf nicht weg dreht bzw. der Rücken noch etwas gehalten werden.

Die Mama konnte mit dem känguruhen so etwa 30 bis 45 Minuten ihre kleine Viktoria Haut zu Haut ganz eng genießen. Viktoria eines unser kleinen Frühchen saugte dabei ab und an an der Haut meiner Frau oder schlief einfach kurz ein und fühlte sich sichtlich wohl dabei. Ab und an wurde dieser schöne Augenblick gestört von irgendwelchen Instrumenten die meinten zu tuten, weil Viktoria „angeblich“ vergaß Luft zu holen oder weil der Herzschlag untypisch schnell oder langsam war. Wer kleine Störungen deuten und dann gegebenenfalls ausblenden kann, erfährt beim känguruhen unvergessliche Momente.

Im Anschluss wurden die Plätze getauscht und ich selber konnte känguruhen und kuscheln. Ganz ehrlich muss ich gestehen, känguruhen ist eine Erfahrung die keiner von uns missen möchte, wem da nicht das Wasser in die Augen schießt ist nicht von dieser Welt. Es war eines der schönsten Erlebnisse die ich dies Woche hatte.

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Ich bin Daniel Birkhahn, jung, dynamisch, sozial engagiert, Orthographiemuffel, Querdenker, lieber Ehemann und Papa von 4 Kindern. Beruflich schlage ich mich als Altenpfleger durch und nebenbei beschäftige ich mich mit Technik, dem Web und alles was irgendwie hinterfragt werden kann!

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